
„Buchenwald war kein ‚Vogelschiss‘! Strategien gegen Geschichts-Revisionismus“
Die Umdeutung und Verharmlosung der NS-Verbrechen ist wesentlicher Bestandteil rechtsextremer Ideologien. Auch in Teilen der Gesellschaft, die immun schienen, verbreiten sich revisionistische Narrative. Verfälschende Mythen, Chiffren und Signalwörter werden oft als solche nicht erkannt. Sie sind attraktiv, weil sie emotional von historischer Verantwortung entlasten. Aber welche Motive und Strategien stecken hinter den vermeintlichen „Entgleisungen“ eines Björn Höcke und den Tabubrüchen wie dem Gauland‘schen „Vogelschiss“? Was können wir dem entgegensetzen, wenn historische Fakten geleugnet oder manipuliert werden? Wir wollen von unseren Erfahrungen in Thüringen berichten, bringen Fragen mit und wollen mit euch darüber in den Austausch gehen.
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Anja KräutlerFachreferentin (DE)
„Die Wende- und Umbruchszeit der späten 1980er und frühen 1990er Jahre war für mich persönlich sehr prägend. Besonders fasziniert hat mich die Öffnung der Grenzen nach Mittel- und Osteuropa. Osteuropäische Geschichte, Slawistik und Politik zu studieren war für mich das naheliegendste. Dem Studium folgte eine Phase freiberuflicher NGO-Arbeit, bis ich 2006 bei der Stiftung EVZ gelandet bin. Als Fachreferentin in der „EVZ Academy“ beschäftige ich mich heute vorrangig mit Wirkungsorientierung und Co-Kreation. An dieser Aufgabe begeistert mich, gemeinsam mit Mitstreiter:innen innerhalb und im Umfeld der Stiftung neue Lösungswege zu entwickeln, wie wir die europäischen Werte im Heute und Morgen bewahren und stärken können.”